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Fragen und Antworten

Fragen und Antworten

Wenn Sie über die Umstellung auf Sondenernährung nachdenken, haben Sie wahrscheinlich viele Fragen und möglicherweise auch Vorbehalte vor dem Unbekannten. Wie funktioniert das? Wie werde ich damit zurechtkommen? Wer kann mir helfen? Hier haben Sie die Möglichkeit einige Antworten auf Ihre Fragen zu diesem Thema zu bekommen…

Probleme bei der Nahrungsaufnahme können aus vielen Gründen entstehen, z.B. durch Reflux, Kau- oder Schluckbeschwerden. Das kann dazu führen, dass Kinder über die orale Nahrungsaufnahme nicht mehr ausreichend mit der für Ihr Wachstum erforderlichen Energie und Nährstoffen versorgt werden können. Zuerst sollte abgeklärt werden, dass es dafür keine organischen Ursachen gibt. Auch eine Ernährung mit hochkalorischer Kost kann eine Möglichkeit sein, die Situation zu verbessern. Wenn das nicht hilft, kann Sondenernährung eine sinnvolle Maßnahme sein.

Folgende Symptome können auf einen Nährstoff- /Energiemangel hinweisen:

  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Blasse und fahle Haut
  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Stimmungsschwankungen
  • Geringe Nahrungsaufnahme trotz langer Essenszeiten
  • Verminderter Hauttugor
  • Reizbarkeit bei der Nahrungsaufnahme

 Wenn man eine Mangelernährung rechtzeitig erkennt, lassen sich durch den Beginn einer frühzeitigen Ernährungstherapie mit Trinknahrungen und / oder Sondenernährung die Folgen von Energie- und Nährstoffdefiziten vermeiden – und damit die Chancen auf einen Therapieerfolg erhöhen. Sprechen Sie zu diesem Thema auf jeden Fall mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ja. Hierfür gibt es das Ernährungsteam - die MEHRernährungsexperten von Nutricia - mit eigens geschulten Pflegern und Pflegerinnen, die zu Ihnen nach Hause kommen. Das Team liefert die Sondenernährung und gibt Ihnen Tipps zur Pflege und Anwendung der PEG.

Es gibt verschiedene Anlaufstellen:

  • Gastroenterologe: begleitet die gesamte Behandlung
  • Chirurg: setzt die Ernährungssonde ein (nicht bei jeder Sonde ist ein Eingriff nötig)
  • Ernährungsberater: entwirft einen Ernährungsplan für Ihr Kind
  • Logopäde: trainiert mit Ihrem Kind die Mundmuskulatur
  • Ergotherapeut / Physiotherapeut: trainieren mit Ihrem Kind die Bewegungsabläufe des ganzen Körpers
  • Apotheke: hier erhalten Sie die verschriebenen Medikamente sowie die Sondenernährung und werden bezüglich der richtigen Anwendung beraten
  • Organisationen / Elternverbände

Grundsätzlich ist die Sondenernährung der oralen Nahrungsaufnahme sehr ähnlich. Das Essen wird nach wie vor normal verdaut. Der Unterschied besteht nur darin, dass das Essen und die Nährstoffe über die Sonde – und nicht durch den Mund – direkt in den Verdauungstrakt gelangen und dass alle Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten und „zerkleinert“ sind.

PEG: Gastrostomiesonde, die bei Neuanlagen verwendet wird. Die Sonde wird mittels eines Endoskops platziert, normalerweise unter leichter Betäubung. Sie ist weniger sichtbar als eine Sonde über die Nase und es ist kein chirurgischer Eingriff zur Platzierung nötig. Eine sorgfältige Pflege des Stomas ist wichtig, um Infektionen zu vermeiden.

Button: Knopfsonde, ersetzt die PEG wenn der Stomakanal verheilt ist (üblicherweise nach 6 Wochen). Diese Sonde ist so klein, dass sie nur noch einen kleinen Knopf mit einem verschließbaren „Deckel“ besitzt. Unter dem „Deckel“ befindet sich ein Ventil, an das der zusätzliche Ernährungsschlauch angeschlossen werden kann. Dieser Schlauch wird nach dem Füttern wieder abgedreht und gereinigt. Ein großer Vorteil des Buttons ist, dass er aufgrund seiner geringen Maße unbemerkt unter der Kleidung getragen werden kann.

Ob die Klinik die Ausstattung verordnet oder dafür der behandelnde Kinderarzt zuständig ist, ist von Fall zu Fall verschieden. In der Regel arbeitet die Klinik mit speziell ausgebildeten Pflege- und / oder Ernährungsteams zusammen (siehe Frage 2).

Nasensonde: normalerweise nur zur kurzfristigen Ernährung (6-8 Wochen)

PEG Sonde: keine zeitliche Begrenzung für die Liegedauer. So lange sie keine technischen und/oder hygienischen Mängel aufweist, muss sie nicht gewechselt werden.

Ja, Sie können die Nahrung mit einer Blasenspritze in die Sonde spritzen. Wichtig ist dabei, dass die Nahrung langsam und gleichmäßig verabreicht wird (mehrere kleine Portionen, nicht eine große). Eine zu schnelle Eingabe per Spritze überfordert die Verdauung Ihres Kindes und kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Auf eine hygienische und sachgemäße Handhabung sollte unbedingt geachtet werden, da die Applikation mittels Blasenspritze auch eine hohe Kontaminationsgefahr birgt.

Die Nahrung kann am Tag und in der Nacht sondiert werden.

Sofern nicht eine bestimmte Indikation oder Grunderkrankung vorliegt, welche dies verbietet: Alles. Selbstgemachte Sondennahrungen werden manchmal eingesetzt, sind aber nicht unbedingt empfehlenswert. Generell sollten Sie den Einsatz von selbstgemachter Sondenkost vorher mit dem behandelnden Kinderarzt oder dem Ernährungsberater besprechen: Oft ist es schwierig, den richtigen Gehalt an Nährstoffen und Kalorien bei jeder Mahlzeit einzuhalten oder es entstehen durch die notwendige Verdünnung große Mengen, die nur schlecht vertragen werden können. Zudem können andere Schwierigkeiten wie mögliche Verstopfungen der Sonde oder sogar eine bakterielle Kontamination entstehen, die zu Magen-Darm-Beschwerden führen können.

Kinder haben in Abhängigkeit von Alter, Körpergewicht und Krankheitsbild einen unterschiedlichen Energie- und Nährstoffbedarf, deshalb gibt es für sie ein besonders großes Angebot an Sondenernährung..

Nach abgeschlossener Wundheilung (ca. 1-3 Wochen) kann ohne Verband geduscht werden.

Ja, es kann sein dass ihr Kind die Nahrung nicht verträgt. Es muss aber nicht unbedingt eine Unverträglichkeit sein, sondern kann auch andere Gründe haben, wie zum Beispiel eine zu schnelle Sondierung mit der Spritze.

Verschiedene Symptome:

Erbrechen: Möglicherweise wurde die Nahrung zu schnell gegeben, zu viel auf einmal gegeben oder die Nahrung war zu kalt. Es können aber auch Unverträglichkeiten vorliegen oder die Nahrung war keimbelastet – stellen Sie in diesem Fall die Nahrungszufuhr sofort ein. Wenn sich Ihr Kind erbricht, sollten Sie den Oberkörper Ihres Kindes hoch lagern, um eine Aspiration (Verschlucken) des Erbrochenen zu vermeiden. Eventuell ist es danach ratsam, die Nahrung etwas langsamer zu geben und zu temperieren.

Durchfall: kann ähnliche Ursachen wie das Erbrechen haben.

Blähungen: kann ähnliche Ursachen wie Durchfall oder Erbrechen haben, aber auch ein Zeichen von zu viel Luft im Magen-Darm-Trakt sein. Das können Sie vermeiden, indem Sie die Sonde zwischen den Mahlzeiten kurz öffnen, damit die Luft entweichen kann.

Generell ist es ratsam, bei Komplikationen immer mit Ihrem behandelnden Kinderarzt Rücksprache zu halten.