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Was machen Sie wenn...?

Zu Beginn der Sondenernährung machen sich alle Eltern große Sorgen, ob alles so richtig ist und ob alles so klappt und funktioniert wie gedacht. Die größte Sorge bleibt natürlich, "wie verträgt mein Kind die neue Ernährungsform ?" Meist klappt alles gut, aber wie im normalen Leben auch, kann gelegentlich etwas „schief gehen“ und zwar auch dann, wenn Sie schon sehr erfahren im Umgang mit der Sondenernährung sind.

Meistens sind Verträglichkeitsprobleme jedoch einfach zu lösen.

Welche Unverträglichkeiten können auftreten und was können Sie tun ?

Verlängern Sie bei Unverträglichkeiten, insbesondere Durchfall und/oder Erbrechen sofort die Applikationszeit. Es kann zum Beispiel sein, dass die Sondennahrung nicht vertragen wird, weil sie  (oft per Bolus) einfach zu schnell sondiert wird.

Ihr Kind erbricht sich: Möglicherweise wurde die Sondennahrung zu schnell gegeben; es wurde zu viel gegeben oder die Nahrung war zu kalt. Es können aber auch Unverträglichkeiten gegen einzelne Inhaltsstoffe vorliegen oder die selbsthergestellte Nahrung war keimbelastet – stellen Sie auf jeden  Fall die Nahrungszufuhr sofort ein. Lagern Sie den Oberkörper hoch, um eine Aspiration (Verschlucken) des Erbrochenen zu vermeiden. Manchmal liegt im Kindesalter auch ein Infekt vor. Bitte kontaktieren Sie auf jeden Fall sofort Ihren Kinderarzt.

Ihr Kind hat Durchfall: Dies kann ähnliche Ursachen wie das Erbrechen haben. Bitte handeln Sie analog den Empfehlungen bei Erbrechen.

Ihr Kind hat Blähungen: Dies kann ähnliche Ursachen wie Durchfall oder Erbrechen haben, ist aber auch ein Zeichen von zu viel Luft im Magen-Darm-Trakt. Vermeiden Sie daher Luftzutritt über die Sonde; öffnen Sie eventuell die Sonde kurz zwischen den Mahlzeiten, bis die Luft entweichen kann.

Wenden Sie sich auf jeden Fall immer an Ihren Kinderarzt oder Ihre Ernährungsfachkraft oder suchen Sie Ihr Krankenhaus auf, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie mit der Sonde umgehen sollen, oder wenn andere Probleme auftreten. Wenn Ihr Kind zum Beispiel unter Durchfall, Verstopfung oder einer Magenverstimmung leidet, steht Ihnen immer jemand zur Verfügung, der Ihnen erklären kann, wie Sie in dieser Situation handeln sollen. Werden Sie von einem Ernährungsteam betreut, können Sie sich auch immer dorthin wenden. Die MEHRnährungsexperten unterstützen Sie gern. Informationen finden Sie unter der Rubrik "Unterstützung für Sie".

In den weiteren unerwarteten Zwischenfällen ist es ratsam, sofort Ihr Krankenhaus aufzusuchen: 

  • Die Ernährungssonde löst sich
  • Die Sonde ist nach dem Spülen immer noch verstopft
  • Ihr Kind ist krank.
  • Sie vermuten, dass Ihr Kind eine Stoma-Infektion hat (Rötung, Schwellung oder Absonderung an der Einstichstelle)