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Sondenernährung ist verordnungsfähig!

Medizinsche Trinknahrungen und Sondennahrungen sind bei fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur normalen Ernährung verordnungsfähig gemäß Arzneimittelrichtlinie (AM-RL 2009 Kap. I §§ 18-26). Dies bedeutet, dass die Kosten für die medizinische Ernährung von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden.

Dies ist der Fall, wenn eine Modifizierung der normalen Ernährung (also in der Regel eine Anreichung der normalen Kost) oder sonstige ärztliche, pflegerische oder ernährungstherapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungssituation nicht ausreichen.

Die Kosten für die Produkte zur enteralen Ernährung (medizinische Trinknahrung, Sondennahrung, Applikationstechnik) werden unter diesen Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Zuzahlungsregelungen sind identisch mit denen von Medikamenten. Für privat Versicherte empfiehlt es sich, die Regelungen bei der jeweiligen privaten Krankenkasse entsprechend anzufragen.

Der Arzt kann die Sondennahrung und die dazu benötigte Technik auf einem normalen Kassenrezept verordnen, wenn er geprüft und diagnostiziert hat, dass eine Sondenernährung bei Ihrem Kind notwendig ist und die Anreicherung der normalen Kost nicht genügt, um Ihr Kind ausreichend zu ernähren.