Was suchen Sie?

Einmal Sonde, immer Sonde?

Auch das sollten Sie wissen:

Der Weg zur Sondennahrung ist keine Einbahnstraße – es gibt durchaus einen Weg zurück. Oftmals ist die Ernährung über eine Sonde eine vorübergehende Maßnahme in besonderen Situationen, z.B. in akuten Phasen der Erkrankung oder auch in Wachstumsphasen. Es besteht häufig danach die Möglichkeit wieder zu einer „normalen“ Ernährung zurückzukehren.

Wann die Zeit dazu gekommen sein kann, besprechen Sie mit dem Kinderarzt. Dabei ist nicht nur das Gewicht ein wichtiger Indikator, auch die Aktivitäten und die Stimmung Ihres Kindes spielen eine Rolle und natürlich die „Normalisierung“ seines Essverhaltens. Um dies von Beginn an zu fördern können Sie in der Zwischenzeit seine Selbstständigkeit beim Essen unterstützen und es zum Kauen anregen. Auch neue Nahrungsmittel dürfen gerne auf dem Speiseplan stehen. Wahrscheinlich muss sich Ihr Kind allmählich daran gewöhnen. Wenn es anfangs keine Lust dazu hat, probieren Sie es einfach ein paar Tage später nochmal, so werden auch der Geruchs- und der Geschmackssinn weiter gefördert.

Es gibt verschiedene Programme zur Sondenentwöhnung, die Ihnen bei diesem Schritt helfen können. Diese sollten immer in Anspruch genommen werden. Auch wenn es zu Beginn komisch klingen mag: Mit dem Einsetzen der Sondenernährung kehrt für viele Eltern zum ersten Mal seit der Geburt wieder eine gewisse Normalität ein.

Das Füttern samt Zubereiten ist auf einmal nicht mehr der alleinige Lebensinhalt der Eltern. Für viele Eltern mit Kindern, die unter Fütterungsstörungen oder Schluckstörung leiden, ist die tägliche Ernährung oftmals eine große Belastung. Doch am Anfang der Ernährung über eine Flüssigknahrung steht für Sie als Eltern sicher auch ein gewisses Angstgefühl und natürlich fragt man sich in dieser Zeit, ob die Entscheidung die richtige war. Haben Sie mit sich und Ihrem Kind Geduld.